Diese Seite ist eine Liebeserklärung an meine Frau, Lebensgefährtin und Geliebte. Sie wurde am 13.12.1935 geboren und starb nach 16-jähriger Lähmung am 24.3.2000.     

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 Etappen eines Lebens
Aus dem Leben von Erika Kerkhoff geb. Löchte
Zusammengestellt von Winfried Kerkhoff

Man kann das Leben nur

rückwärts verstehen, 

aber leben muss man es 

vorwärts.

Sören Kierkegaard

                                                                                                                                 

 

 

 

Der Dezember 1935 war kühl und nass, die monatliche Durchschnittstemperatur lag unter 1°C.  Meistens hingen dunkle Regenwolken am Himmel, die Sonne war selten zu sehen. In diesen trüben vorweihnachtlichen Tagen war es dann so weit. Eigentlich sollte es ein Christkind werden. So hatte es der Arzt ausgerechnet. Aber bei Maria und Josef Löchte, den Eltern, die in der Verwandt- und Bekanntschaft Mieze und Jupp hießen, war im Jahr 1935 Weihnachten schon früher. Bereits am 13. Dezember kam das Christkind - mit Namen Erika - morgens um 6 Uhr auf die Welt.  

      Karoline  Klementine

                      Heute morgen um 6 Uhr
                      wurde unsere Tochter geboren.

     Die Geburt zeigen überglücklich an

            Maria Löchte, geb. Nikrawitz
            Josef Löchte


     Rheine-Bethlehem, 13.12.1935
     Dunantstr.

(fingierte Anzeige in einer Kopie des MÜNSTERSCHEN ANZEIGERS  v. Freitag, 13.12.1935 zum 60. Geburtstag von Erika Kerkhoff)

Einer der Onkel der winzigen Erika, die nun zur Familie Löchte gehörte, sang an diesem ersten Geburtstag in Anlehnung an ein Weihnachtslied den leicht veränderten Text „Zu Bethlehem geboren ist uns ein Mägdelein“. Denn den Ortsteil von Rheine, die Heimat der neue Erdenbürgerin, nannte man damals in dem internen Rheiner Slang Bethlehem, so wie die Stadt Davids in Judäa. Auch damals hießen die gemeinten Eltern ja, wie wohl noch viele wissen, Maria und Josef, nur dass die mit ihrem Kind eben himmel- und weltbekannt wurden.

Denn den Ortsteil von Rheine, die Heimat der neue Erdenbürgerin, nannte man damals in dem internen Rheiner Slang Bethlehem, so wie die Stadt Davids in Judäa. Auch damals hießen die gemeinten Eltern ja, wie wohl noch viele wissen, Maria und Josef, nur dass die mit ihrem Kind eben welt- und himmelbekannt wurden.

Das Adventskind in Rheine war eine wirkliche Frühgeburt. Winzigklein und untergewichtig war es und bedurfte intensivster Pflege und aller Fürsorge ihrer Eltern. Es muss schon ziemlich krass mit der kleinen Erika bestellt gewesen sein. Die Hebamme, die mit dafür gesorgt hatte, dass Erika auf die Welt kam, traf nach nicht zwei Jahren Mutter und Kind in Rheine auf der Straße und platzte staunend heraus: „Ach, du lebst noch!“. Diese Begebenheit wusste Erika von ihrer Mutter. Es ist wohl kaum anzunehmen, dass die Hebamme den eigentümlichen zeitlichen Umstand des Geburtstages - Freitag, den 13ten - meinte, sondern mehr, dass ein solch mindergewichtiges Frühchen wenig Lebenschancen haben konnte.

Nicht nur Neugierde auf das Erdenleben, sondern auch Lebens- und Überlebenswille hatte Erika vom ersten Tag ihres Lebens gezeigt und zeigen müssen. Dazu hatte sie später in ihrem Leben oft Gelegenheit.

Dass Erika an einem „Freitag den 13ten“ geboren wurde - ein Schicksalsdatum, von vielen Menschen mit Argwohn bedacht und aus Ängsten heimlich oder offen gemieden, von Reinhard Mey in einem Lied treffend besungen, hat sie nie beeindruckt. 

Die Westfälischen Nachrichten 
vom 20.7.2001
F13.jpg (148900 Byte)
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Vielmehr war der Tag, an dem sie geboren wurde, nach ihren eigenen Aussagen ein Glückstag, an dem für sie trotz aller Widernisse ein lebenswerter Erdaufenthalt begann, diese Meinung galt bis zu ihrem Tode. Auch die Zahl 13 war für sie eine Glückszahl gewesen. 

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